6. Band — Der Tanz des Regens

Der Himmel über dem geheimen Garten war grau, aber nicht traurig. Eher so, als würde er überlegen, ob er heute Lust auf ein Konzert hat.

Ich stand am Mischpult, der Zauberbecher schwebte neben mir, der Kuchen kreiste wie ein neugieriger Satellit, und der Kristall pulsierte in einem warmen, goldenen Rhythmus.

Er war aufgeladen. Nicht durch Opfer. Nicht durch Publikum. Nicht durch fremde Energie. Sondern durch mich. Durch meine Freude. Meine Erinnerungen. Meine Musik. Meine Emotionen. So wie es sein muss.

Ich atmete tief ein. „Bereit?“ Der Kuchen vibrierte. Der Zauberbecher glühte. Das Mischpult summte. Und dann — als hätte der Himmel nur auf mein Signal gewartet — öffnete er seine Schleusen. Der Regen fiel. Aber nicht wie normaler Regen.

Nicht kalt. Nicht schwer. Nicht störend. Sondern wie ein Tanz. Jeder Tropfen traf den Boden im Takt. Jeder Tropfen hatte eine eigene Frequenz. Jeder Tropfen war ein kleiner Musiker.

Ich lächelte. „Na gut. Dann tanzen wir.“ Ich legte meine Hände auf das Mischpult. Die Runen glühten. Der Kristall sang. Ein tiefer Ton vibrierte durch den Garten. Der Regen antwortete sofort. Er fiel schneller. Dann langsamer. Dann im perfekten Rhythmus.

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